Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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Die Organisierte Kriminalität und Corona: Mafia & Co in der Krise?

Die Warnungen im Frühjahr waren deutlich. Nach Auffassung von Europol und anderen Expertinnen und Experten, könnte die Organisierte Kriminalität (OK) von der Corona-Pandemie profitieren. Die von einer hohen Anpassungsfähigkeit gekennzeichneten Gruppen könnten neue Geschäftsmodelle, wie den Handel mit Schutzgütern, erschließen. Gleichzeit besteht grundsätzlich die Gefahr, dass finanziell in Schwierigkeiten geratene Unternehmen von Kriminellen infiltriert werden. Nicht zuletzt würden dadurch Fortschritte im Kampf gegen Gruppen wie der Mafia Rückschritte erleiden.

Die Antwort der Bundesregierung auf meine Kleine Anfrage stellt erste Erkenntnisse dar und zeigt gleichzeitig, dass die Sicherheitsbehörden aktuell noch über wenige gesicherte Informationen verfügen.

So gibt es zumindest erste Hinweise, dass kriminelle Gruppierungen versuchen in den Handel mit Produkten aus dem medizinischen Bereich, wie Schutzbekleidung oder Masken, einzusteigen. Namentlich wird die Mafiagruppierung „Camorra“ benannt. Neben dem illegalen Handel mit dringend benötigten Schutzgütern, sind Betrugstaten im Zusammenhang mit Soforthilfen in mehreren Ländern zu verzeichnen. In Deutschland wurden laut Antwort Bundesregierung in rund sieben Wochen 4.400 Meldungen zu möglichen Betrugsfällen im Bezug zu COVID-19 registriert. Hiervon stehen rund 3.600 Meldungen im Zusammenhang mit Soforthilfen. Auch lässt sich beobachten, dass der Onlinehandel mit Drogen um 30% zugenommen hat.

Bisher kann noch nicht abschließend bewertet werden, welche Einflüsse die Pandemie auf kriminelle Aktivitäten und speziell auf die OK hat. Dennoch lassen sich erste Trends feststellen und mögliche Gefahren identifizieren. Die Sicherheitsbehörden müssen diese Entwicklungen nun genau und vor allem fortlaufend bewerten, um wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Links

Antwort der Bundesregierung: Aktuelle Entwicklungen in der Organisierten Kriminalität im Zuge der Covid-19- Pandemie

FAZ: Tausende Hinweise auf Betrug


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