MdB | Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Entwurf eines Gesetzes zur Dämpfung des Mietanstiegs auf angespannten Wohnungsmärkten bei umfassenden Modernisierungen

Gesetzentwurf der Abgeordneten Christian Kühn (Tübingen), Renate Künast, Luise Amtsberg, Volker Beck (Köln), Katja Keul, Sylvia Kotting-Uhl, Stephan Kühn (Dresden), Monika Lazar, Steffi Lemke, Peter Meiwald, Irene Mihalic, Özcan Mutlu,
Dr. Konstantin von Notz, Corinna Rüffer, Hans-Christian Ströbele, Markus Tressel, Dr. Julia Verlinden und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

A. Problem

Dieser Gesetzentwurf begegnet einem drängenden Problem. In prosperierenden Städten steigen die Mieten bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen derzeit stark an und liegen teilweise in erheblichem Maß über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Diese Entwicklung auf angespannten Wohnungsmärkten hat vielfältige Ursachen. Sie führt dazu, dass vor allem einkommensschwächere Haushalte, aber inzwischen auch Durchschnittsverdiener zunehmend größere Schwierigkeiten haben, in den betroffenen Gebieten eine für sie noch bezahlbare Wohnung zu finden. Erhebliche Teile der angestammten Wohnbevölkerung wer- den aus ihren Wohnquartieren verdrängt.

Mittlerweile haben 308 Kommunen auf Basis eines Wohnraummangels die soge- nannte Mietpreisbremse eingeführt. Diese Möglichkeit zur Begrenzung von Wie- dervermietungsmieten auf 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete be- steht seit dem 1. Juni 2015. Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass die Mietpreisbremse nicht wirkt und die Mieten in den untersuchten Kommunen ungebremst weiter steigen.

Die Mietpreisbremse enthält sehr weitreichende Ausnahmen, die unter anderem in § 556f BGB festgelegt sind.

B. Lösung

Die Mietpreisbremse soll wirksam werden, indem eine wesentliche Ausnahme abgeschafft wird, so dass auch nach umfassender Modernisierung die Mietpreis- bremse einzuhalten ist. Denn die Modernisierung von Wohnungen wird gerade in von der Mietpreisbremse adressierten angespannten Wohnungsmärkten oftmals dazu missbraucht, weniger zahlungskräftige Mieter fernzuhalten und die Woh- nung mit Blick auf Spekulationsgewinne teurer zu vermieten.

C. Alternativen

Keine.

D. Kosten

Nicht bekannt.

Der komplette Entwurf mit Gesetzestext

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