Erste Parlamentarische Geschäftsführerin | Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Bundestagsreden als Geschäftsmodell der AfD

Es gibt so ein Muster bei der AfD. Man geht ins Parlament, schaut nach, was dabei am meisten bei einem persönlich rauskommt, schlägt über die Stränge, gibt sich unwissend und gelobt dann halbgar Besserung. In dieses Muster passt es auch, dass Abgeordnete der AfD die Videos ihrer Reden mit bezahlter Werbung versilbert haben. Videos von Parlamentsreden, die nur dadurch entstanden sind, weil sie ein Abgeordnetenmandat haben. Von einer Tätigkeit, die zu den parlamentarischen Kernaufgaben gehört und für die wir unsere Diäten bekommen. 

Auch wenn von Seiten der AfD-Fraktionsspitze jetzt die Empfehlung kommt, auf solche Nebengeschäfte zu verzichten, ist das nur ein weiteres Beispiel für eine Geisteshaltung von Menschen, für die das Parlament wahrscheinlich nie mehr war, als eine Bühne für einen möglichst gut bezahlten Auftritt.

Haben sich AfD-Abgeordnete durch Werbeeinnahmen bereichert?

Scharfe Kritik kommt auch von den Grünen: „Es macht einen schon immer wieder sprachlos, wie AfD-Abgeordnete ihr von den Bürgerinnen und Bürgern erteiltes Mandat missbrauchen“, sagt Irene Mihalic, Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag der SZ. „Der AfD scheint es doch vor allem darum zu gehen, sich finanziell zu bereichern.“

Süddeutsche Zeitung

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