Afghanistan: Offener Brief von Ralf Fücks an Margot Käßmann
Die Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche Margot Käßmann hatte sich in ihrer Neujahrsansprache eindeutig gegen den Krieg in Afghanistan positioniert und in verschiedenen Interviews auch einen Abzug der Bundeswehr gefordert. Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, fühlte sich darauf hin berufen, die Sichtweise der Bischöfin zu “korrigieren”. Er veröffentlichte u.a. in Welt-Online einen offenen Brief und äußerte sich darin auf wirklich unqualifizierte Art und Weise. Es zeugt schon von einer gewissen Unkenntnis der reellen Umstände, wenn Fücks das ISAF-Mandat nach wie vor aus “sicherheitspolitischen und menschenrechtlichen Gründen für geboten” hält, während die Bundeswehr in Person von Oberst Klein von der “Vernichtung” von Taliban spricht.
Jedenfalls möchte ich aufgrund der Grünen-Nähe der Heinrich-Böll-Stiftung ausdrücklich betonen, dass die Haltung von Ralf Fücks zum Krieg in Afghanistan in der Partei Bündnis 90/Die Grünen keine Mehrheit findet, wie u.a. das Abstimmungverhalten der Bundestagsfraktion, als auch die Beschlüsse der letzten Bundesdelegiertenkonferenzen zum Thema in Göttingen und Rostock beweisen.
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