Die interessante Diskussion vom Ver.di-Podium konnten wir heute, in veränderter Form, auf der Hochstraße in Buer fortsetzen. Wir veranstalteten rund um den GRÜNEN Infostisch eine Diskussionsrunde mit Bärbel Höhn MdB, Ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Martina Peil und den vorbeikommenden BürgerInnen. DSCI2245

Bärbel Höhn erklärte den Passanten wie wir im Ruhrgebiet unsere Kernkompetenzen einsetzen können, um die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Schließlich war NRW mit der Steinkohle immer ein Energieland und das kann es auch wieder werden: Mit erneuerbaren Energien! Wie das gehen kann, da waren wir uns schnell einig. Ich habe ja bereits im Bericht zum Ver.di-Podium unsere kommunalpolitische Idee zur Schaffung neuer Arbeitsplätze mit dem Aufbau eigener Energieerzeugungsstrukturen erläutert.

Das ist in jedem Fall ein guter Ansatzpunkt die Energiewirtschaft in NRW – und damit auch im Ruhrgebiet – zu fördern. Natürlich kam da mancher Einwand: Ein Passant beklagte den wegfallenden Bergbau, der ja schließlich auch Arbeitsplätze schaffen würde und zweifelte daran, dass erneuerbare Energien das ausgleichen könnten. Bärbel Höhn konnte natürlich den Gegenbeweis liefern: In ganz Deutschland existieren zurzeit rund 30.000 Arbeitsplätze im Steinkohlebergbau, während die erneuerbaren Energien bereits  über 280.000 Arbeitsplätze geschaffen hätten – Tendenz steigend! DSCI2236Martina Peil von Ver.di zeigte sich begeistert von den Perspektiven, die Umwelttechnologien und erneuerbare Energien zu bieten haben, mahnte aber natürlich auch, die Bergleute nicht zu vergessen! Bärbel konnte sie beruhigen: Die Bergleute, die heute tätig sind,  haben in der Regel einen handwerklichen Beruf gelernt und sind hervorragend als Schlosser, Elektriker, Ingenieur etc. ausgebildet. Das sind alles Berufe, die in den Zukunftsbranchen gebraucht werden. Perspektiven gibt es also auch für die Zeit nach dem Bergbau. Um den Übergang zu bewältigen, sind auch die Gewerkschaften wichtige Partner. DSCI2242

Schön an der Veranstaltung heute war, dass auch im Anschluss an die Vorträge noch viele Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern stattgefunden haben, natürlich auch über andere Themen, wie z.B. Kinder, Jugend, Soziales und Bildung.

Bärbel fuhr im Anschluss weiter zur nächsten Veranstaltung… und für uns geht es morgen früh weiter: Mit einer Aktion am Integrationscenter für Arbeit.