SGB II – Sanktionen aussetzen!

Heute möchte ich euch auf eine besondere Aktion im Internet hinweisen. Ein Aufruf vom Bündnis für ein Sanktionsmoratorium.

An anderer Stelle habe ich schon einmal ausgeführt, welchen unzumutbaren Härten Alg II-EmpfängerInnen häufig ausgesetzt sind. Und wenn man nun bedenkt, dass aufgrund der Wirtschaftskrise die Zahl der Erwerbslosen weiter zunehmen wird, ist es höchste Zeit die bestehenden gesetzlichen Regelungen zu überarbeiten und konsequent in den Sozialstaat zu investieren. Doch in der Zwischenzeit geht es darum, wenigstens die Sanktionen auszusetzen, um den Menschen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, nicht auch noch das Existenzminimum und ihre Würde zu nehmen!

Das Bündnis für ein Sanktionsmoratorium ruft dazu auf, eine entsprechende Erklärung auf der genannten Homepage zu unterzeichnen. Bitte macht alle mit!

5 Kommentare

  1. Malte sagte am  August 18th, 2009   12:27

    Da ist die, und nur die, Politik gefragt! Ich Arbeite, ehrenamtlich, für die Tafel. Was man da so alles sieht und vor allen Dingen hört, über die Arge…! Ich lade jeden, auch dich, gerne mal für eine Tag nach Hassel ein! Manchmal glaube ich, manche Menschen muss das mal deutlich vor Augen geführt werden, damit sie reagieren!

  2. Irene Mihalic sagte am  August 18th, 2009   12:52

    Richtig! In der Politik hilft Wegschauen nicht weiter, ganz im Gegenteil. Und denjenigen, die zwar politisch verantwortlich sind, aber dennoch nicht hinsehen, muss man manchmal auf die Sprünge helfen. Deshalb ist es wichtig sich innerhalb der Gesellschaft mit denen solidarisch zu zeigen, die sonst keine große Lobby haben. Ich komme gerne mal für einen Tag nach Hassel.

    Gruß, Irene

  3. Franz Schart sagte am  August 18th, 2009   15:31

    Ausser den vermehrten Sanktionen gibt es auch noch die Massenarmut dazu. 800tausend Kinder und Jugendliche sind laut Sozialverbänden in NRW arm, was kein Zufall ist. Die aktuelle Meldung dazu steht in der WAZ-online (18. 8. 09, Startseite). Die Armut nwächst seit Jahren, schlüssige Konzepte dagegen fehlen immer noch.
    Daher ist für Gelsenkirchen ein armutsfester freiwilliger öffentlicher Beschäftigungssektor für Langzeitarbeitslose zu fordern, der Menschen realistische Perspektiven gibt und sie nicht einem Zwangssystem aussetzt.

  4. Malte sagte am  August 20th, 2009   22:05

    @Irene : meine E-Mail info[at]digi-kunst.de, mail mich doch mal an, dann sende ich mehr Informationen zu den Zeiten und dem Projekt “Sozialkirche St.Michael”

    Gruß
    Malte

  5. Irene Mihalic sagte am  August 21st, 2009   10:00

    Hallo Malte,

    mach ich gerne.
    Bis bald und viele Grüße,

    Irene

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